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Der Sozialstaat auf dem Rückzug - Leben ohne Sicherheit
Harald Röder, renommierter Wirtschaftsjournalist, Buchautor und anerkannter Experte für Lebensarbeitszeitmodelle, referierte anlässlich der Betriebsversammlung zunächst über die demografische Entwicklung in Deutschland und die daraus resultierenden dramatischen Folgen für die Sozialsysteme.
Obwohl die Medien fast täglich über die neuen Reform-Gesetze berichten, können sich viele Menschen die Auswirkungen auf ihre persönliche Situation nur schwer vorstellen. Uns geht es doch gut, meinen die meisten Deutschen immer noch.


Harald Röder erklärt das Lebensarbeitszeitmodell ELEKTRO-FLEX-KONTO.

So warnte er auch gleich zu Beginn seines fesselnden Vortrages in unnachahmlicher Anschaulichkeit vor dieser Blauäugigkeit: Demnach stehen den rund 38,5 Millionen Beschäftigen in Deutschland drastische Leistungseinschnitte im Sozialsystem bevor.
Die Dramatik der Bevölkerungsentwicklung veranschaulichte Harald Röder wie folgt: 65, 66, 67, 68 ... die Schrittfolge für das Hinausschieben des Renteneintrittsalters ist vorgezeichnet. Das Thema Demografie holt uns unerbittlich ein.
Wer hier noch denkt: "Der Staat wird mich schon nicht verhungern lassen" - "So schlimm wird es wohl nicht kommen" oder "Das sind Einzelfälle", wägt sich in trügerischer, geradezu gefährlicher Sicherheit. "Gewöhnen Sie sich deshalb besser an den Gedanken, dass Sie mehr als je zuvor in Sachen Vorruhestandsplanung, Altersvorsorge und Rentenvorsorge Verantwortung übernehmen müssen. Der daraus resultierende Effekt ist", so Harald Röder, "für die nächsten 30 bis 50 Jahre irreparabel."



Die Mitarbeiter der Firma Alfons Diekmann GmbH.

Thorsten Diekmann begrüßt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Alfons Diekmann GmbH zur Mitarbeiterversammlung.

Das ELEKTRO-FLEX-KONTO
Im Anschluss daran erläuterte Harald Röder die Grundzüge von Arbeitszeitkonten und die interessanten Gestaltungsmöglichkeiten von Lebensarbeitszeitmodellen.
Tatsächlich ist Deutschland heute schon moderner und bietet mehr Gestaltungsmöglichkeiten, als viele Menschen bisher annehmen und für sich realisiert haben, stellte Röder klar. "Was große Konzerne, wie zum Beispiel VW, Siemens, Telekom, BMW und SAP bereits nutzen, ist ab sofort auch für kleine und mittelständische Unternehmen möglich: Das Vorsorge- und Vermögens- modell über Lebensarbeitszeitkonten", erläutere Harald Röder anhand verschie- dener Grafiken, Schaubilder und Berech- nungsbeispielen. Unter dem Titel ELEKTRO-FLEX-KONTO beschrieb Harald Röder dann das neue Zeitwertkontenmodell der Firma Alfons Diekmann GmbH das, so sein Credo, "zu den faszinierendsten Modernisierungsideen für unsere Arbeitswelt zählt". Demnach können die Arbeitnehmer ab so- fort Teile des Arbeitsentgeltes in ein insol- venzgeschütztes Zeitwertkonto einbringen und entsprechende Wertguthaben aufbauen. Die Einbringung auf das Wertkonto erfolgt brutto, das heißt, vor Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.



Geschäftsführer Thorsten Diekmann (l.), zusammen mit Harald Röder (r.) bei der Mitarbeiter- und Belegschaftsversammlung der Alfons Diekmann GmbH.

Der Beratungspartner der Deutschen Beratungsgesellschaft für Zeitwertkonten und Lebensarbeitszeitmodelle Jürgen Waibel.

Das Ziel des ELEKTRO-FLEX-KONTOS ist es, Freistellungsphasen - zum Beispiel die Verkürzung der Lebensarbeitszeit, oder die Finanzierung eines vorzeitigen oder gleitenden Übergangs in den Ruhestand - zu finanzieren. Wertguthaben, die während der regulären Lebensarbeitszeit nicht verbraucht werden, können spätestens bei Eintritt in den gesetzlichen Ruhestand - ohne Belastung von Steuern - in eine betriebliche Altersvorsorge überführt werden. Mit diesem ELEKTRO-FLEX-KONTO haben die Arbeitnehmer die Möglichkeit - ohne Einbußen bei der gesetzlichen Rente - früher als mit 67 Jahren auszusteigen. Außerdem ist eine flexible Gestaltung der Lebensarbeitszeit, und damit verbunden eine höhere Lebensqualität, möglich (Stichwort: Arbeitssouveränität). "Damit sind Zeitwertkonten", so das Fazit von Harald Röder, "die flexibelste Möglichkeit zur unbegrenzten Umwandlung von Arbeitsentgelten zur finanziellen Vorsorge mit fortdauernder sozialer Absicherung." Nur wer heute seinen (Vor-)Ruhestand richtig plant und aktiv private Vorsorge- und Finanzplanung betreibt, kann morgen seinen gewohnten Lebensstandard genießen. Das Interesse bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nach dem über ein- stündigen Referat zeigte, dass Harald Röders Botschaft bei den Teilnehmern angekommen war.





Oldenburgische Volkszeitung - Sonderveröffentlichung (PDF)

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